Speicherplätze und andere Orte

Keine Milch mehr und der Vitaminvorrat ist auch fast aufgebraucht. Eilig ist es nicht, aber die Sonne scheint und der Himmel trägt ein blau-weißes Schalke-Trikot. Und ein bisschen frische Luft kann ja auch nicht schaden. Also die Kamera gepackt, das Walimex 14/2.8 aufgeschraubt, Tasche umgehängt – und auf den Weg gemacht.

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Uferweg im südlichen Wröhmännerpark (RAW)

Der verlief so: Durch den Wröhmännerpark, am Oranienburger Tor den Mühlengraben entlang, über die Fußgängerbrücke am Restaurant Kolk vorbei und im Slalom zwischen den gestauten Autos über die vierspurige Straße Am Juliusturm getänzelt. Die Carl-Schurz-Straße runter bis zum Marktplatz, auf dem Bauernmarkt ein paar Kleinigkeiten eingekauft und durch Breite Straße und Charlottenstraße auf gleichnamige Brücke. Ein wenig das Treiben auf der Havel und am Lindenufer beobachtet, kurzes Zigarettenpäuschen auf einer Bank im Stresowpark, dann auf der anderen Seite der Charlottenbrücke wieder zurück. Am nördlichen Lindenufer entlang, durch den Kolk und über den Möllentorsteg wieder zum Oranienburger Tor und in den Wröhmännerpark. Dort wie gehabt den Uferweg entlang, vom nördlichen Schiffsanleger noch mal ein letzter Blick zurück über die Havel – und ab nach Hause. Hunger.

Havel mit Spreemündung
Blick von der Charlottenbrücke auf die Havel mit Spreemündung (JPG)

Die Lichtbedingungen waren naturgemäß nicht überall optimal, um es mal vorsichtig zu formulieren. Aber man muss es ja nehmen, wie es kommt. Um die Zeichnung im Himmel zu erhalten, hatte ich die Belichtungskorrektur pauschal auf -2.0 EV gedreht und später auch noch auf das RAW-Format umgestellt. Hätte ich vielleicht von Anfang an machen sollen. Aber ich hantiere nicht gerne mit den großen Dateien, wenn es nicht unbedingt sein muss. Computertechnisch bin ich eben doch ein Kind der 1980er Jahre, als man noch in Kilobyte rechnete. Wir hatten ja nix! Jedenfalls keinen Speicherplatz zu vergeuden.

Blick vom Wröhmännerpark auf die Havel (RAW).
Blick vom Wröhmännerpark auf die Havel (RAW).

Und oft ist es nach meiner Erfahrung auch unnötig, da die JPGs bei Nikon recht gut aufbereitet werden und ja durchaus auch noch Korrekturpotenzial haben. Leider weiß man nicht vorher, ob es eng wird, wenn man nicht gerade Nachtaufnahmen oder ähnliches macht. Aber ich sollte mir das mit dem RAW-Format wohl doch mal angewöhnen. Und dafür lieber ein paar Aufnahmen weniger machen. Um Speicherplatz zu sparen. So ganz kann ich eben doch nicht aus meiner Haut …

Hier noch die anderen Bilder: